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"Fahrradfrühling 2016" - Neuheiten und Trends bei Zubehör, Fahrradtechnik und Rädern

03.02.2016 11:35 | Berichte

Gestern ging es zum Pressetermin "Fahrradfrühling 2016", den der Pressedienst Fahrrad traditionell im Café Seeterassen im Hamburger "Planten un Blomen" veranstaltet.

Vorgestellt werden sollten aktuelle Zweirad-Modelle sowie Neuigkeiten und Trends bei Fahrrad-Technik und Zubehör.

Los ging es mit einem Rundgang und kurzer Vorstellung der verschiedenen neuen Fahrradmodelle (teilweise noch Prototypen) und sonstigen Neuerungen.

Foto: Ronald Mencke

Anschließend durfte probegefahren werden und es war Zeit für Fragen und Interviews.

Bei einigen Exponaten, wie einem 15.000€ teuren Mountainbike, kam zurecht die Frage auf, wie viele solcher Räder denn wohl abgesetzt werden. Hier hüllen sich die Hersteller in Schweigen. Vermutlich werden bei solchen Nobel-Ausführungen nur um die 10 Räder hergestellt. Auf solche Luxus-Räder sowie vorgestellte Werkzeugkoffer für 1200€ möchte ich hier allerdings gar nicht weiter eingehen.
 

Bei dem vorgestellten Zubehör waren Taschen definitiv ein Schwerpunkt. Starten werde ich mal mit einer neuen Rahmen-Tasche aus dem Hause Brooks. Die Tasche mit der schlichten Bezeichnung "B4" ist, wie es sich für den britischen Hersteller gehört, selbstverständlich aus Leder und in zwei verschiedenen Brauntönen sowie in Schwarz erhältlich. Sie wird mit drei Riemen an Ober- und Mittelrohr befestigt und wird in Handarbeit in England gefertigt. Preis hierfür liegt bei 95€.            

Foto: Ronald Mencke

 

Vom Berliner Label Fahrer gibt es ebenfalls einige neue Taschen. Kurz eingehen möchte ich auf die Modelle "Konsum" und "Kurier Mini".

Die Fahrrad-Einkaufstasche "Konsum" lässt sich bei Nichtgebrauch platzsparend zusammenrollen. Beim Shoppen lässt sie sich mit den enthaltenen Gurten über der Schulter tragen und bietet mit einem Volumen von 14 Litern viel Platz. Die Tasche ist ab Mai erhältlich. Der Preis steht noch nicht fest.

Fotos: Ronald Mencke

 

Bereits im Verkauf ist die Gepäckträgertasche Kurier Mini, die bei Gebrauch je nach Bedarf mit einem Reißverschluss auf ein Volumen von max. 10 Litern erweitert werden kann. Verstaut werden können Dokumente, aber auch ein 13" Laptop findet darin Platz. Die Tasche ist für 149€ zu haben.

Beide Fahrer-Taschen werden in Berlin handgefertigt und bestehen aus recycelten und imprägnierten Persenning-Gewebe. Die Taschen können mittels der Befestigungshaken in alle gängigen Gepäckträger eingehängt und verrigelt werden.

 

 

Die Satteltasche namens Heda von Racktime aus Münster soll stilbewussten Radfahrer ansprechen. Sie bietet viel Funktionalität und eignet sich vielleicht nicht unbedingt für Weltreisen, sondern eher für kürzere Fahrradtouren. Sie ist in drei Farbvarianten zu erhältlich.

Dank des "Snap-It" System können die Taschen schnell an den Sattelstreben eingeklickt werden. Die Riemen sind aus Echtleder und das Hauptmaterial aus wasserabweisendem Gewebe.

Foto: Ronald Mencke

 

Ebenfalls von Racktime kommt der schnellmontierbare Gepäckträger "Clip-it". Der Träger wird per Schnellspanner direkt an die Sattelstütze geklemmt und eignet sich für Radler, die nur gelegentlich einen Gepäckträger benötigen. Dank des Befestigungssystems kann er auch an sportlichen Rädern eine Last von bis zu 10 kg transportieren, an denen herkömmliche Gepäckträger aufgrund fehlender Gewinde nicht montiert werden können. Für den Einsatz von Seitentaschen sind zusätzliche Seitenstützen erhältlich.

Ich meine jedoch, ähnliche Gepäckträger bereits vor Jahren auf der Straße gesehen zu haben. Ganz neu ist diese Idee nicht.                   Bildquelle/Source [´www.tubus.com | pd-f´]

 

Der verstellbare Drehmoment-Schlüssel ATD-1 von Parktool, ist für die Montage leichter Carbon oder Alu-Komponenten hochwertiger (Renn)räder gedacht. Verstellbar ist er in Halb-Newtonmeter-Schritten zwischen vier und sechs Newtonmeter.

Das Tool ist relativ kompakt gebaut und lässt sich auch auf Reisen gut verstauen. Drei der insgesamt vier Bits lassen sich im Griff verstauen.

Erhältlich ist das Profi-Werkzeug im Fachhandel für stolze 80€.

Bildquelle/Source [´www.grofa.com | pd-f´]

 


Ebenso für den Rennradbereich gedacht, ist ein neuer Scheinwerfer von Busch & Müller. Immer beliebter werden 1,5 Watt Nabendynamos aufgrund des geringen Widerstands. Der Lumotec IQ Onefive ist ausschließlich für 1,5 Watt Nabendynamos geeignet und der Hersteller holt immerhin 30 Lux Lichtleistung aus der Lampe heraus.

Der IQ Onefive ist mit Tagfahrlicht-Sensor und Nahfeldausleuchtung sowie Standlicht ausgestattet.

Die StVZO-Zulassung ist für Busch & Müller selbstverständlich. Die Lampe gibt es für einen guten Preis von 39,90€.

Bildquelle/Source [´www.bumm.de | pd-f´]

 

 

Vom gleichen Hersteller kommt mit der Ixon Fyre ein akkubetriebener Front-Scheinwerfer auf den Markt. Wie die obige Lampe kommt sie im helleren Modus auf 30 Lux und leuchtet mit einer Ladung maximal fünf Stunden. Im zweiten Leuchtmode wird nur zehn Lux erreicht, aber auch eine Leuchtdauer von zehn Stunden. Ebenso mit StVZO-Zulassung und erhältlich für 49,90€.

Bildquelle/Source [´www.bumm.de | pd-f´]

 

 

 

Etwas Neues gibt es auch vom Reifenhersteller Schwalbe: Der Evo Tube ist ein innovativer Schlauch, bei dem es ganz klar um geringes Gewicht und Kompaktheit geht. Dieser blaue, neuartige Schlauch besteht aus einem themoplastischen Kunststoff, den Schalbe zusammen mit BASF entwickelt hat.

Mit nur etwa 70g wiegen die Evo Tubes gerade einmal ein Drittel herkömmlicher Schläuche. Nicht geeignet sind die neuen Schläuche allerdings, wegen der auftretenden Temperaturen, für Felgenbremsen.

Zu haben sind die Evo Tubes ab dem Frühjahr für 19,90€ in verschiedenen Laufradgrößen und Reifenbreiten.

Fotos: Ronald Mencke

 

 

Das Rennradhelme aus aerodynamischen Gründen nicht immer viele Löcher und Schlitze aufweisen müssen, beweist der "Air Attack Shield" von Giro.

Dieser Helm mit einem Visier von Zeiss schafft den Spagat zwischen Aerodynamik, guter Belüftung, geringen Gewicht und natürlich der Sicherheit bei Stürzen. In verschiedenen Farben für 249,99€ erhältlich. 

 

 

 

Das soll es vom Zubehör gewesen sein. Weiter gehts mit neuester Fahrradtechnik.

Vom Komponentenhersteller Sram kommt mit der "Red eTap" - die weltweit erste kabellose Elektroschaltung. Nicht per Seilzug, sondern per E-Motoren und Funk in Schaltwerk und Umwerfer wird hier geschaltet. Im Einzelnen möchte ich nicht großartig auf diese Technik eingehen, aber eine Schaltung, die per USB-Stick mit neuester Firmware versorgt wird, klingt schon sehr futuristisch. Diese wollte ich trotz einem Preis von etwa 2600€ (Komplettgruppe) nicht unerwähnt lassen.

Bildquelle/Source [´www.pd-f.de / David Koßmann´]

 

Ab April auf den Markt kommt eine neue Version der legendären Getriebe-Nabenschaltung Rohloff Speedhub 500/14. Viele neue Räder werden schon mit Riemen angetrieben und hier ist eine Getriebeschaltung notwendig.

Die neue Version mit dem Zusatz "A12" kann nun auch dank Adapter in neuen Radmodellen mit verschiedenen aktuellen Einbaubreiten und ebenso für 12mm Steckachsrahmen verbaut werden.

Will man hier nachrüsten, muss man für die Nabe 955€ hinlegen.

Foto: Ronald Mencke

 

Zu guter Letzt aber auch noch ein paar Neuheiten bei den Rädern.

Vom Londoner Fabrikanten Brompton kommt jetzt das "Light Up".

Hier wird der Rahmen des Faltradklassikers mit einem speziellen "Lumilor-Lack" versehen, der im Dunkeln leuchtet. Hier reden wir aber nicht einfach von fluoreszierender Farbe, nein, es geht um eine elektrolumineszente Beschichtung, die per Knopfdruck über eine, noch nicht näher definierte, Stromquelle zum Leuchten gebracht wird.

Hiermit möchte Brompton das städtische Radfahren sicherer machen. Nachts strahlt der tagsüber weiße Lack weit sichtbares blaues Licht aus. Hier auch ein Video dazu.

Schon sehr abgefahren. Die leuchtenden Falträder werden jedoch frühestens nächstes Jahr erhältlich sein. Preis: noch offen.

Bildquelle/Source [´www.brompton.de | pd-f´]

 

Als nächstes ein Reiserad, das mir selbst auch recht gut gefallen würde.

Das "Worldtraveller S" von Koga kommt mit der Rohloff 14-Gang Nabenschaltung (siehe oben) und Riemenantrieb und kann vom Kunden weiter konfiguriert werden.

Alle Schalt- und Bremszüge sowie die Beleuchtungskabel befinden sich innerhalb des Rahmens, was die Teile weniger verschleißen lässt und entsprechend seltener gewartet werden muss. Nicht unwichtig bei einer Weltweise, bei welcher man sich irgendwo im Nirgendwo befindet. Ab 3300€.

Bildquelle/Source [´www.pd-f.de / koga.com´]

 

Weiter mit einem neuen Liege-Dreirad von HP Velotechnik. Das "Scorpion plus 26" ist vollgefedert, lässt sich falten und hat einem 250W Elektromotor inkl. Rückwärtsgang! Ebenso hat es eine Blutooth-Schnittstelle, einen USB-Anschluss und sorgt mit zwei Akkus für eine besonders hohe Reichweite.

Neben dieser Eigenschaften kann es vom Kunden weiter konfiguriert werden lassen. Es eignet sich nicht nur als ein Luxus-Reiserad, sondert bietet sich, dank der hohen Akku-Reichweite, auch für gehbehinderte Fahrer an.

                  Foto: Ronald Mencke

 

Zum Abschluss noch das neue Lasten E-Bike "Load Sport" von Riese & Müller.

Das "Load Sport" ist mit Vollfederung ausgestattet und hat vorne ein 20" Zoll und hinten ein 26" Laufrad. Gewählt werden kann zwischen 10-Gang Kettenschaltung und automatischer Nabenschaltung.

Neben dem Transport von Dingen können auch optional verschiedene Kindersitze und Babyschalen dazugekauft werden.

In der Grundausstattung liegt das Rad bei 4999€.

Bildquelle/Source [´www.r-m.de | pd-f´]

Insgesamt hätte ich mir bei der Auswahl für Pressevertreter ein paar mehr Modelle gewünscht, welche zumindest unter der 1000€-Marke liegen.

Das Fahrrad soll ja nicht zum Luxusobjekt werden, sondern auch preislich weiterhin eine Alternative zum Auto darstellen. Klar, es geht natürlich um die Entwicklung, die man zeigen wollte. Da hat sich, wie man bei einigen Modellen sieht, doch wieder einiges getan. Und Entwicklung ist ja auch wichtig. Denn so ein E-Lastenrad wie das "Load Sport" könnte oft zumindest einen Zweitwagen ersetzen.

Im März findet dann wieder die "Berliner Fahrradschau" im Rahmen der "Berlin Bicycle Week" statt. Darauf freue ich mich bereits riesig!

 

 

 

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